Häufige Fragen zur Telematikinfrastruktur

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Technik, Kosten und Ablauf der TI-Anbindung für Pflegeeinrichtungen und Heilmittelerbringer.

Telematiksysteme in der Pflege vernetzen Pflegeeinrichtungen sicher digital mit Arztpraxen, Apotheken, Kliniken und Krankenkassen. Dadurch können medizinische Informationen und Dokumente schneller und datenschutzkonform ausgetauscht werden.

Ja. Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen müssen seit dem 1. Juli 2025 an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sein. Die TI wird dadurch zur verbindlichen digitalen Infrastruktur für Kommunikation, Verordnungen, Abrechnung und weitere Anwendungen im Gesundheitswesen.

Für den TI-Zugang benötigt eine Pflegeeinrichtung in der Regel eine SMC-B, mindestens einen eHBA und ein Kartenterminal.

Ja, für Pflegeeinrichtungen sind beide Karten wichtig. Der eHBA ist personenbezogen und weist eine berechtigte Fachperson aus. Die SMC-B ist der Institutionsausweis der Einrichtung und authentifiziert die Pflegeeinrichtung gegenüber der TI. Ohne SMC-B kann der Konnektor keine Verbindung zur TI aufbauen.

Verpflichtend ist aktuell die TI-Anbindung selbst. Als Pflichtanwendung kommt für Pflegeeinrichtungen die elektronische Abrechnung über KIM hinzu, spätestens ab 1. Dezember 2026 für Leistungen nach SGB XI. Anwendungen wie ePA, eRezept, eMP oder TI-Messenger sind wichtig, aber für Pflegeeinrichtungen nicht pauschal als Pflichtanwendungen einzuordnen.

Die Vorbereitung dauert meist mehrere Wochen, weil eHBA und SMC-B vor der Installation beantragt und freigeschaltet werden müssen. Sind eHBA und SMC-B bereits vorhanden, kann die eigentliche TI-Anbindung deutlich schneller erfolgen.

Die Installation ist bei uns kostenfrei. Die monatlichen Kosten betragen 157,90 € zzgl. USt. Dieser Betrag ist über die TI-Pauschale refinanzierbar.

KIM, also Kommunikation im Medizinwesen, ermöglicht den sicheren Austausch von Nachrichten und Dokumenten zwischen Akteuren im Gesundheitswesen. Für Pflegeeinrichtungen ist das besonders relevant für die Kommunikation mit Arztpraxen, Apotheken, Kliniken, Kostenträgern und anderen Leistungserbringern. Die Anwendung funktioniert dabei ähnlich wie ein normales E-Mail-Postfach und ist dadurch einfach in den Arbeitsalltag integrierbar.